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Eigenbau-Schreibtisch/Werkbank-Kombi für kleine Räume

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  • Eigenbau-Schreibtisch/Werkbank-Kombi für kleine Räume

    Hallo Leute,

    Ich möchte euch in diesem Thread mein aktuelles Heimwerker-Projekt vorstellen, das nach langer Planung nun langsam aber sicher in der Umsetzungsphase angelangt ist. Konkret geht es um die Möblierung meines gerade einmal 10m² großen „Arbeitszimmers“, das bisher aufgrund akuten Stauraummangels ein eher tristes Dasein als Abstell-/Wäschekammer gefristet hat.

    Damit soll nun endlich Schluss sein, durch eine speziell auf meine Bedürfnisse zugeschnittene Möblierung soll der Raum künftig sowohl als ein Büro, als auch als Werkstatt für kleinere Basteleien fungieren. Gleichzeitig soll genügend Stauraum geschaffen werden, um all den Krimskams, den das Zimmer zurzeit befüllt, ordentlich verstauen zu können.

    Um die gesamte Arbeitsfläche schnell erreichen zu können, ist der Grundriss des Schreibtisches U-Förmig aufgebaut. So gelangt man mit einer 180°-Drehung des Sessels an alle Bereiche der 3,2 Meter langen Arbeitsplatte.



    Die frei im Raum stehende Schreibtischhälfte wird vorwiegend als klassischer Büro-Arbeitsplatz verwendet, neben einer ausziehbaren Tastaturlade ist auch eine Klappe in die Arbeitsplatte eingearbeitet, über die ein Kabelschacht erreicht werden kann. Weiters sind zwei versenkte Steckdosen direkt in der Tischplatte vorgesehen.



    Die wandseitige Schreibtischhälfte dient als Werkbank. Um den "Werkstatt-Look" etwas zu unterstreichen, wird an der Rückwand eine Fake-Ziegelwand mit Verblendern angebracht. Als Plattendekor habe ich mich für eine Mischung aus Wildeiche und Weiß entschieden, die meiner Meinung nach sowohl recht gut zu einem Schreibtisch, als auch zu einer Werkbank passt.



    Rechts neben der Werkbank befindet sich unter anderem ein Apothekerschrank, in dem Kamerausrüstung und andere Elektronik verwahrt und geladen werden kann.



    Noch weiter rechts befindet sich ein Stauschrank, in dem Bergsport- und Freizeitausrüstung verstaut werden kann. In der unteren Hälfte befinden sich Auszugsladen, die genau so groß sind, dass man darin Klappboxen verstauen kann, darüber finden sperrigere Teile wie Rucksäcke oder Schneeschuhe ihren Platz.



    Da ich in den diversen Möbelhäusern nichts Passendes gefunden habe und eine Maßanfertigung vom Tischler meinen finanziellen Rahmen gesprengt hätte, beschloss ich, das Projekt im Eigenbau anzugehen. Konkret heißt das, Planung und Zusammenbau werden selbst erledigt, lediglich der Zuschnitt und Bekantung der Dekorspanplatten werden von einer Tischlerei durchgeführt.

    Mittlerweile sind alle Platten und Beschläge eingetroffen, beschriftet und sortiert.





    Als nächstes müssen die Nuten für die Rückwände und die Ausnehmungen der Flachdübel gefräst werden, bevor es an den Zusammenbau der einzelnen Baugruppen geht.

    Ich werde hier über den weiteren Baufortschritt berichten, sobald es Neuigkeiten gibt


  • #2
    Zeit für ein kurzes Update:

    Mittlerweile ist ein Großteil der einzelnen Korpusse für den Schreibtisch zusammengebaut.





    Sockel-, Boden- und Seitenteile werden mit Flachdübeln verleimt …





    … die Rückwände werden in die vorgefräste Nut eingesetzt und dort verleimt oder verschraubt.



    Die Korpusse werden mittels Excenterbeschlägen mit der darüber liegenden Tischplatte verbunden, das hat den großen Vorteil, dass die einzelnen Elemente auch wieder auseinander genommen werden können, falls mal ein Umzug anstehen sollte.



    Was auch schon montiert wurde, sind die Ladenauszüge, von denen ich zwei unterschiedliche Typen in Verwendung habe:
    1. Vollauszüge mit Soft-Close, die an der Laden-Seitenwand fixiert werden – diese hab ich bei besonders flachen Laden eingesetzt, dadurch, dass sie nicht unter dem Ladenboden montiert werden müssen, gewinnt man rund 20mm an Ladentiefe)

    2. Teilauszüge mit Soft-Close, die am Ladenboden aufliegen und auch dort fixiert werden – diese setze ich bei Laden ein, bei denen ich eher in der Breite als in der Höhe limitiert bin.

    Was noch fehlt, sind der Korpus für den Apothekerschrank (da musste ich neue Auszüge bestellen, die, die ich bestellt habe, besitzen keine Soft-Close-Funktion), die Tischplatten selbst (samt der direkt unter der Platte montierten Ladenauszüge) und der Kasten (Momentan noch zu wenig Platz in der Werkstatt).

    Wenn alle Korpusse fertig sind, geht es an den Zuschnitt der Laden.

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    • #3
      Hallo platy,
      das sieht ja richtig professionell aus . Hast du für die Pläne ein eigenes Coumputerprogramm? So was würde mich auch interessieren.
      LG Mizzy

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      • #4
        Hallo Mizzy,

        Ich benütze für die Erstellung eine alter Version von AutoCAD. Es gibt sicher besser geeignetere Möbelbau-Programme, aber mit denen kenn ich mich nicht aus

        Ich hab für die Pläne zuerst jede Menge 2D-Skizzen gemacht, als die ausgereift waren, hab ich ein 3D-Modell erstellt und daraus dann "richtige" Pläne (mit allen Bauteil-Bezeichnungen und Anschlussmaßen) und eine Excel-Materialliste abgeleitet. Ausführungs-Details hab ich mir von anderen Möbeln aus meiner Wohnung abgekupfert, bzw. beim Tischler nachgefragt.

        Hab mal zwei Beispielpläne angehängt, damit man eine Vorstellung bekommt. Ich hab auch schon kleinere Möbel-Projekte abgewickelt, in denen ich das bei weitem nicht so aufwändig geplant habe, bei einem so großen Projekt mit über 200 Einzelbauteilen geht es aber (meiner Meinung nach) nicht mehr anders, weil man sonst aus dem Bauteil-Suchen nicht mehr rauskommt ...

        Spezialisierte Möbelbau-Programme können das vermutlich alles schon automatisch, bei mir war's halt sehr viel Handarbeit

        lg platy
        Angehängte Dateien

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        • #5
          Hallo platy,
          das ist wirklich toll, wie du das machst. Ich hab mir mal den Korpusplan für den Schreibtisch angeschaut...da kann ich nicht mithalten.
          Ich "plane" meine Möbel immer mit dem Programm Architectur Designer 2003 (nicht schrecken, ist natürlich total veraltet) und das ist "nur" ein Hilfsmittel. Danach schreibe ich mir in Libre Office Calc zusammen, was ich so brauche. Und natürlich vergesse ich da hin und wieder was.
          Vielleicht sollte ich mir wirklich ein Programm für Möbelplanung zulegen...
          LG Mizzy

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