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Altbau benötigt neue Heizungsanlage

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  • Altbau benötigt neue Heizungsanlage

    Hallo zusammen,

    wir sind dabei ein Altbau zu kaufen, in dem bis jetzt nur über Stromradiatoren geheizt wurde. Da dies absolut nicht wirtschaftlich ist, muss was neues her.

    Das Haus wurde 1890 gebaut. Es besitzt eine Wohnfläche von 170m². Diese sollen in zwei Parteien aufgeteilt werden (50+120m²). Bewohnt werden diese durch uns und meiner Schwester, daher sollte der Verbrauch jeweils zugehörig ablesbar sein. Das Haus besitzt keinen Keller, die Therme soll aus Platzgründen ins Obergeschoss. Der Dachboden ist noch nicht gedämmt, dies erfolgt jedoch als erstes, da dieser bewohnt werden soll. Beheizt werden soll also das Erdgeschoss, das Obergeschoss und der Dachboden. Badezimmer werden auf jeder Etage errichtet.

    Wir haben an einer Gas-Kombitherme ohne Wasserspeicher, sowie an Aluverbundrohre gedacht. Es muss also komplett alles neu verlegt, verbaut und installiert werden. Der Gasanschluss muss von Seite der Stadt noch erfolgen (ca. 2000€) und den Anschluss an die Therme überlassen wir natürlich einen Meisterbetrieb.

    Handwerklich mache ich mir keine sorgen, da wir da eigentlich ziemlich fit sind. Jedoch wollte ich die Meinung von euch hören, da ich bis jetzt noch keine neue Heizungsanlage verbaut habe. Schön wäre es, wenn ihr mir da ein paar Sachen empfehlen könntet.

    Schöne Grüße

    Masabidi

  • #2
    Zu Gast gibt es vermutlich keine echten Alternativen wenn die Therme im OG stehen soll. Pellet und sowas wäre damit Recht kompliziert.

    Warum denn ohne Warmwasserspeicher? Eigentlich ist es ja doch Standard. Oder habt ihr nochmal gesonderte Geräte für Warmwassererzeugung?

    Beim Hersteller bin ich Fan von Viessmann, aber das ist wohl je nach Region einfach unterschiedlich was die Betriebe anbieten.

    Bei den Rohren würde ich das vom Preis anhängig machen. Bei manchen Systemen mit billiger Rohrleitung sind die Fittings besonders teuer und wenn man im Altbau viele Winkel braucht wird es teuer. Muss man halt Mal grob überschlagen. Ich hab bei mir alles in Kupfer gemacht. Wenn es schnell gehen soll mit Pressfittings und wenn amn besonders komplizierte und enge Stellen hat muss man halt löten und mit biegbaren Rohren arbeiten.

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    • #3
      Hallo,

      mir wurde gesagt dass ein Wasserspeicher nur unnötig Energie frisst, da er ständig auf Temperatur gehalten wird. Ich lasse mich von euch gerne eines Besseren belehren, da ich von der Materie keine große Ahnung habe und nur auf das zurückgreifen kann, was mir gesagt wird. Gesonderte Geräte für die Warmwassererzeugung haben wir nicht, ich dachte das schafft die Therme auch ohne Speicher. Den Hersteller wollte ich jetzt nicht von einen Betrieb abhängig machen, da wir alles selber verbauen und nur den Anschluss über einen Meisterbetrieb erledigen lassen, ist ja so vorgeschrieben.

      Natürlich könnte ich auch in einen Fachhandel gehen, jedoch schätze ich die Meinung von Foren da viel mehr, der Fachhandel will in erster Linie nur verdienen.

      Ich habe auch auf die schnelle eine Skizze gemacht, wie wir es aktuell vorhaben.

      Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Entwurf.jpg
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Größe: 70,0 KB
ID: 103546

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      • #4
        Klar "frisst" ein Warmwasserspeicher Energie, aber er bietet halt auch Komfort. Wenn man bei der Gastherme ohne Warmwasserspeicher warmes Wasser entnehmen will kann die Heizung halt in dem Moment nicht heizen. Und man braucht natürlich einen entsprechend starken Brenner, sonst reicht es vielleicht nicht aus, damit morgens 2 Leute gleichzeitig Duschen wollen.

        Im ungünstigesten Fall duscht deine Schwester im Winter morgens gerne 1 Stunde mit voller Hitze und in der Zeit arbeitet dafür die Heizung nicht. Oder die Heizung schaltet sich ein damit die Wohnung nicht auskühlt und im Bad wird plötzlich das Wasser kalt.

        So oder so ist die Gastherme ohne Warmwasserspeicher eher was für Häuser mit geringem Warmwasserverbrauch. Ob das auf euch zutrifft musst du selber entscheiden. Ich persönlich mag es halt zu jeder Zeit duschen oder baden zu könenn ohne das mit den anderen hausbewohnern abzusprechen.

        Und zum Thema "Selbermachen": ich hab meine Heizung, die Heizung meiner Eltern und selber eingebaut und werde diesen Sommer eine weitere Heizung im neuen Haus einbauen. Allerdings hab ich die beim Fachhandel vor Ort gekauft und die haben alles andere geplant und organisiert. Ich hab das Material angeliefert bekommen, einen detaillierten Bauplan und auch das benötigte Wekzeug geliehen bekommen. Gasanschluss und Endabnahme hat auch die Firma organisiert. Und wenn zwischendurch mal ne Rückfrage nötig war, ein Bauteil defekt war oder mir einfiel, dass ich das doch noch etwas anders bauen wollte/musste, dann war das in einem Tag erledigt. Und alles was an Material übrig geblieben ist konnte ich natürlcih zurückgeben. Würde ich immer wieder so machen.
        Mittlerweile würde ich mir auch zutrauen das komplett selber zu machen und alles im Internet zum Tiefstpreis zu kaufen, aber letztendlich ist es mir doch lieber, dass ich jemanden habe, der für die Anlage mitverantwortlich ist, sich mit dem Produkt perfekt auskennt und innerhalb von 1/2h vor Ort sein kann wenn nötig.

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        • #5
          Zitat von Masabidi Beitrag anzeigen
          Hallo,

          mir wurde gesagt dass ein Wasserspeicher nur unnötig Energie frisst, da er ständig auf Temperatur gehalten wird.
          [ATTACH=CONFIG]n103546[/ATTACH]
          Das gilt sicherlich noch bei einigen Altanlagen, wo der Warmwasserspeicher nur über einen Temperaturfühler gesteuert wurde.
          Bei modernen Anlagen ist dies nicht mehr der Fall, hier kommt eine Zeiteinstellung hinzu. In dem Zeitraum, wo kein warmes Wasser benötigt wird, wird es auch nicht auf Temperatur gehalten. Natürlich kühlt sich der Speicher in der Zwischenzeit auch nicht vollständig ab, da er ja isoliert ist.
          Jank hat völlig recht mit seiner Aussage über den Komfort eines Speichers. Eine reine Kombitherme reicht zwar aus, wenn eine Person duscht, bei zwei Personen und/oder einer Badewanne sieht das schon ganz anders aus. Da könnte es mit der Leistung der Therme ganz schnell Essig sein.
          Zum "Energie fressen":
          Nehmen wir mal einen (Schichtenlade*-) Speicher mit 150 Liter Inhalt:
          Die Therme heizt das Wasser einmalig auf die gewünschte Gradzahl auf.
          Sinkt die Temperatur unter einen bestimmten Wert, heizt die Therme das Wasser wieder auf die Wunschtemperatur hoch.
          Hier muß die Speichertemperatur aber nur etwa um 10 Grad erhöht werden, dafür läuft die Therme auf "kleiner Flamme", also sparsam.
          Dies findet natürlich auch nur in den gewünschten Zeiten statt.
          Bei mir z.B. ist die Warmwasserbereitung so eingestellt, dass der Speicher eine halbe Stunde bevor jemand nach Hause kommt, aufgeheizt wird.
          In der Zeit, wo wir arbeiten sind, brauchen wir kein warmes Wasser.
          Bei der Heizung lässt man ja auch nicht den ganzen Tag die Temperatur im "Wohlfühlbereich" ballern, sondern arbeitet mit dem Absenkbetrieb, wie auch Nachts.

          Nehmen wir jetzt die Kombitherme:
          Natürlich macht sie kein Warmwasser, wenn nichts gebraucht wird, aber wenn, dann läuft sie auf Volllast, und verbraucht richtig Energie (Gas).
          Das ist nicht wirklich günstiger.

          Genauso verhält es sich mit der Raumtemperatur:
          Manche machen den Fehler, ihre Heizung komplett auszuschalten, wenn sie aus dem Haus gehen, und schalten sie wieder ein, wenn sie zurück sind.
          Dadurch kühlen die Räume recht schnell aus, und die Therme muß viel Energie aufbringen, um die gewünschte Temperatur wieder zu erreichen.
          Arbeitet man dagegen mit einem Absenkbetrieb, lässt man die Räume max. 5 - 7° Grad abkühlen, und die Therme hat wesentlich weniger zu tun.

          Meine Empfehlung:
          Ein Brennwert - Kompaktgerät. Brennwertanlagen sparen gegenüber Herkömmlichen locker 30% Gas ein.
          Sieht etwa so aus wie eine Kühl- Gefrierkombination, 60 cm breit, 60 cm tief, 150 cm hoch (variiert je nach Hersteller und Speichergröße)
          Da drin ist ein Speicher und eine Therme, miteinander komplett verbunden und verrohrt.
          Man hat nicht ohne Ende externe Teile neben dem Gerät, alles sieht schön aufgeräumt und ordentlich aus.
          Was man zusätzlich braucht, ist eine Fülleinrichtung mit kombinierter Wasserenthärtung (Herstellervorgabe).

          *Schichtenladespeicher:
          Ist in den Kompaktgeräten in der Regel verbaut, durch diese Technik ist weniger Speicherinhalt erforderlich als früher.
          Hat man früher einen Speicher mit 200 Litern gewählt, um genügend Vorrat zu haben, reichen heute 120 Liter aus.
          Trotzdem kriegt man eine große Badewanne damit voll. Man kann diese Speicher quasi nicht "leerzapfen".
          Gruß,
          der Duke


          Wenn´s gut werden soll, lass bloß keinen Architekten planen!

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          • #6
            Danke für die Infos, das bringt mich schon einmal ein Stückchen weiter.

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            • #7
              In einer Ferienwohnung oder einem Wochenendhaus, würde ich keinen Speicher verbauen (Ausnahme: Es kommt Solarthermie zum Einsatz, dann kann der Speicher kaum groß genug sein)
              In einer praktisch permanent bewohnten Wohnung (oder Haus) würde ich immer auf einen gut isolierten Speicher setzen. Solarthermie bleibt dabei als Option erhalten.

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              • #8
                Jan hat recht. Wenn es um eine Ferienwohnung/Haus geht mach es auch Sinn über eine Infrarot Heizung nachzudenken.

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                • #9
                  Ja sicher hat Jan recht! Es geht hier aber nicht um eine Ferienwohnung...
                  Gruß,
                  der Duke


                  Wenn´s gut werden soll, lass bloß keinen Architekten planen!

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