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Lärm aus unterer Wohnung dämmen

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  • Lärm aus unterer Wohnung dämmen

    Hallo,

    um Geräusche aus einer unteren Wohnung zu dämmen müsse man in dieser unteren Wohnung Wände und Decken isolieren, so behauptet das Internet. Da das in meinem Fall aber unmöglich ist, würde ich gerne hier ein paar Ideen diskutieren, wie man die Gesprächslautstärke aus der unter mir liegenden Wohnung reduzieren kann.

    In meiner Wohnung liegt Laminat. Darunter ist nur eine leichte Trittschalldämmung, teilweise aus Holzfaser und teilweise aus PE-Schaum (2 mm oder weniger). Über den Boden höre ich schon Stimmen und den Fernseher. Auch über die Wände werden viele Geräusche übertragen. Die Wände scheinen nicht sehr massiv zu sein. Beim Klopfen fühlt es sich im Vergleich zu Wänden in anderen Wohnungen hohler an. Besonders am Übergang zum Boden klingt es, als wäre da nicht viel hinter. Am Übergang von Wand zu Boden entstehen auch die lautesten Geräusche, da ja dort beide in Schwingung gesetzte Körper verbunden sind. Mit laut meine ich, dass es eher so klingt, als seien die Sprechenden hinter einer Tür im Nebenraum und nicht in einer ganz anderen Wohnung. Da Umziehen nicht in Frage kommt und in der Wohnung unter mir auch nichts passieren wird, möchte ich ein paar Maßnahmen ergreifen, mit denen ich den Schall immerhin etwas reduzieren kann. Wenn hier ein paar kreative Köpfe ihre Ideen darlegen könnten, wäre mir sehr weitergeholfen.

    Der PE-Schaum unter dem Laminat scheint so das günstigste zu sein, was man bekommt. Ich frage mich, ob es hier eine alternative Trittschalldämmung gibt, die evtl. den Schall vom Beton aufnehmen kann und nicht mehr so stark an das Laminat weitergibt. Weiß da jemand was?

    An Teppiche habe ich ebenfalls gedacht, allerdings denke ich, dass hierbei der Schall sich schon in das Laminat übertragen hat und ein Teppich da nicht mehr viel bewirken kann, sehe ich das richtig?

    Zu den Ecken zwischen Fußboden und Wand habe ich mir folgendes überlegt: Ich verkleide die Wand bis zu einer gewissen Höhe (evtl. ein halber Meter). Bei dieser Konstruktion würde hinter etwa einem cm Luft eine 1cm dicke Verbundschaumstoffplatte liegen, hinter der wiederum eine Gipskartonplatte liegt. Damit wird die Fläche des Raumes an jeder Seite um etwa 3 cm reduziert, was noch zu verkraften wäre. Wenn das alles dicht gebaut ist verspreche ich mir davon, dass der Schall aus den Wänden etwas aufgehalten wird. Was sagt ihr zu der Idee?

    Schonmal Danke und Grüße

  • #2
    Hi,
    Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    ...
    um Geräusche aus einer unteren Wohnung zu dämmen müsse man in dieser unteren Wohnung Wände und Decken isolieren, so behauptet das Internet. ...
    Stimmt im Wesentlichen.
    Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    ... Da Umziehen nicht in Frage kommt und in der Wohnung unter mir auch nichts passieren wird...
    Umziehen wäre aber vermutlich die vernünftigste Maßnahme
    Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    ...
    Der PE-Schaum unter dem Laminat scheint so das günstigste zu sein, was man bekommt. Ich frage mich, ob es hier eine alternative Trittschalldämmung gibt, die evtl. den Schall vom Beton aufnehmen kann und nicht mehr so stark an das Laminat weitergibt. ...
    Jegliche Änderung wird nur marginalen Erfolg bringen und ist damit kaum die Anstrengung wert.
    Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    ... An Teppiche habe ich ebenfalls gedacht, allerdings denke ich, dass hierbei der Schall sich schon in das Laminat übertragen hat und ein Teppich da nicht mehr viel bewirken kann, sehe ich das richtig?
    ...
    Wirklich dicke Teppiche würden als einzige Maßnahme einen gewissen Erfolg bringen.
    Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
    ...
    Zu den Ecken zwischen Fußboden und Wand habe ich mir folgendes überlegt: Ich verkleide die Wand bis zu einer gewissen Höhe (evtl. ein halber Meter). Bei dieser Konstruktion würde hinter etwa einem cm Luft eine 1cm dicke Verbundschaumstoffplatte liegen, hinter der wiederum eine Gipskartonplatte liegt. Damit wird die Fläche des Raumes an jeder Seite um etwa 3 cm reduziert, was noch zu verkraften wäre. Wenn das alles dicht gebaut ist verspreche ich mir davon, dass der Schall aus den Wänden etwas aufgehalten wird. Was sagt ihr zu der Idee?...
    Das wird kaum etwas bringen.

    Selbst wenn du alles mit maximalem Aufwand betreiben würdest, wäre der Erfolg eher gering. Es wird nicht leise werden.







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    • #3
      Danke für die Antwort. Sprichst du da aus Erfahrung, wenn du behauptest, es würde alles nur sehr sehr wenig bringen? Das ist natürlich ein Grund, die Ideen nicht umzusetzen, allerdings interessiert mich, wieso es nichts bringen sollte. Immerhin hätte ich durch eine geeignete Trittschalldämmung die Masse und das Volumen des Bodens erhöht. Dadurch, dass die Trittschalldämmung auch weicher ist, wird sie nicht so sehr in Schwingung versetzt, wie ein harter Körper. Ich denke da, dass auch weniger dann an Schwingungen an das Laminat weitergegeben werden. Bei der Konstruktion an der Wand sollte es doch so sein, dass der Schall von der Wand in die Luft übergeht und dann auf den Verbundschaumstoff trifft, sodass er reduziert an die Rigipsplatte weitergegeben wird. Ich glaube auch nicht, dass ich damit absolut nichts mehr von den Nachbarn höre, aber schon, dass alles etwas leiser wird, sodass es sich aushalten lässt. Denke ich da wirklich so falsch?

      Du schreibst, wirklich dicke Teppiche könnten etwas helfen. Ab welcher Dicke/Gewicht/Dichte bezeichnest du einen Teppich als dick und wie kommst du drauf?

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      • #4
        Je dicker, schwerer und Dichter desto besser ist der Erfolg. Hier geht es ja nicht darum dass es ab 6mm Florhöhe leise ist sondern dass du den Pegel absenkst. Auch schwere Vorhänge, eine ordentliche Gardine und viel Mobiliar helfen dabei. Je weniger offene Reflektionsflächen du hast desto schneller läuft sich der Schall tot und es wird subjektiv leiser.

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        • #5
          Ich denke auch, dass der Aufwand mit dem Ergebnis in keinem Verhältnis steht. Der Schall müsste tatsächlich in der unteren Wohnung aufgefangen werden, ehe er Boden und Wände in Schwingungen versetzt.
          Hier helfen hauptsächlich schwere und dämpfende Stoffe. Unter das Laminat könnte man beispielsweise Kork legen und auf das Laminat einen Teppich. Mehr würde ich nicht investieren.

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          • #6
            Das Problem mit der zusätzlichen Masse ist folgendes: Da die Sache ja bereits schwingt, muss man die zusätzliche Masse ins Verhältnis mit der vorhandenen Masse setzen. Eine dickere Trittschalldämmung wird da also nicht erheblich ins Gewicht fallen.
            Trittschalldämmung soll verhindern, dass punktuell auftretende Schwingungen auf die ganze Fläche übertragen werden. (Also Punkt zu Fläche) Wenn du verhindern willst, dass die Bodenfläche in den Raum überträgt, hast du "Fläche zu Fläche" und das ist eine ganz andere Nummer.

            Dicke Teppiche werden den Schall vom Boden eher diffus abstrahlen, weshalb sich ein Teil des Schalls gegenseitig auslöscht. Was ist ein dicker Teppich? Nadelfilz oder kurze Schlingenware/Velours wird nicht viel bringen. Ich denke da an Teppiche mit 2 cm oder mehr in der Dicke.

            Wenn die Schwingungen erst mal im Mauerwerk sind, ist das Kind im Brunnen. Was man dann hinterher wirft, wird das Kind nicht aus dem Brunnen holen, es höchstens beerdigen.
            Ich würde nach wie vor zu einem Umzug raten, wenn man in der Unteren Wohnung keinen Einfluss nehmen kann

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            • #7
              Danke allen für die guten Erklärungen. Das mit dem Ausziehen habe ich tatsächlich oft gelesen, wenn es um dieses Thema geht. Das ist in der Realität aber meist nicht so einfach, weshalb ja in vielen Foren dieses Thema diskutiert wird. Meist mit dem Vorschlag, eben doch umzuziehen. Die betroffenen, die unmöglich umziehen können – wozu ich mich auch zähle – suchen also nach Möglichkeiten, das Problem etwas in den Griff zu kriegen, ohne es komplett zu beheben. Wenn unten also mal ein lautes Wort gesprochen wird und ich hier oben etwas davon höre, ohne dass ich es mitschreiben könnte, könnte ich damit leben.

              Ich weiß noch nicht, wie ich eure Beurteilung meines Vorhabens einschätzen soll. Viele Schreiben, dass ich mir davon nur geringe Verbesserungen erhoffen kann, aber vielleicht reichen genau diese ja schon aus? Wenn ihr mit "geringfügig besser" jedoch "nicht merklich besser" meint, denke ich auch nochmal über die Sinnhaftigkeit nach. Ist es so? Mich würde es halt wirklich wundern, wenn das 0 Effekt hätte.

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              • #8
                Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
                ... Die betroffenen, die unmöglich umziehen können – wozu ich mich auch zähle – ...
                Selbst im Knast können die Leute eine Verlegung in eine andere Zelle beantragen.

                Erfolge werden immer messbar sein, ob sie auch subjektiv wahrnehmbar sind und ob dir das Ergebnis im Verhältnis zum Aufwand als gerechtfertigt erscheint, wird dir niemand vorher sagen können

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                • #9
                  Zitat von tanja1 Beitrag anzeigen
                  Hallo,

                  um Geräusche aus einer unteren Wohnung zu dämmen müsse man in dieser unteren Wohnung Wände und Decken isolieren, so behauptet das Internet. Da das in meinem Fall aber unmöglich ist, würde ich gerne hier ein paar Ideen diskutieren, wie man die Gesprächslautstärke aus der unter mir liegenden Wohnung reduzieren kann.
                  Naja, und andersrum gefragt heißt es, man müsse am Boden der oberen Wohnung etwas unternehmen ...

                  Zumindest kannst gegen Schall nur mit entkoppelter Masse ankommen. So wäre eine entkoppelte Verlegung mit Fermacell-Estrichplatten evtl. eine Lösung. Ggf. ginge dies auch an der Wand.
                  Aber als Verkegeware gibt es auch schon gut kaschiertes Material gegen Schall, den dies was von dir nach unten den Schall gut Schluckt, sollte auch andersrum funktionieren.
                  Ditschy
                  Motto: Wir sind zu arm um billig zu kaufen!

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                  • #10
                    Der Trick ist, dass Trittschalldämmung recht gut arbeitet wenn es darum geht eine Übertragung einer starken, punktuellen Schwingung (wie das Aufsetzen eines Absatzes) auf den Untergrund zu verhindern und diesen dadurch in Schwingung zu versetzen. Gegen Schwingungen der ganzen Fläche hilft es nur wenig, darum wird sie beim vorhandenen Problem auch nicht viel helfen

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