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Sanierung & Fußbodenaufbau Holzbalkendecke

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  • Sanierung & Fußbodenaufbau Holzbalkendecke

    Hallo zusammen,

    kurz zur Ausgangssituation. Geplant ist die Sanierung des kompletten 1. OG (ca. 110m²) einer alten Stadtvilla, Baujahr 1902.
    "Problem" bei dem Haus ist, dass tragende Wände (auch im EG) bei 3,40m Raumhöhe nur 12cm dick sind und wir somit laut Statiker nur maximal 50kg/m² aufbauen dürfen. Es handelt sich um Holzbalkendecken und das Ziel ist es, einen in der gesamten Etage ebenen Boden inkl. Verlegung einer Fußbodenheizung zu haben. Die Aufbauhöhe spielt keine Rolle, da ist genügend vorhanden. Der Abstand der Balken variiert zwischen 65cm und 75cm, einzelne Abstände auch mal 89cm (1-2 Stück).

    Aktuell sieht der Fußbodenaufbau wie folgt aus (von oben nach unten):
    - Dielung 30mm
    - Balken mit Schüttung (Bauschutt?!?) dazwischen
    - Lattung
    - Deckenputz (im EG dann)
    Hier ein paar Fotos





    Da die Dielung sehr uneben ist und zur Raummitte gut 3cm absackt habe ich folgenden Aufbau geplant:

    - alte Dielung entfernen
    - Deckenbalken durch seitliche Verlattung ausgleichen
    - 30mm OSB4 TOP von Egger verlegen
    - anschließend den vom Heizungshersteller empfohlenen Aufbau aufbauen (beginnend bei Punkt 7) wobei kein Laminat/Parkett sondern Klickvinyl verlegt werden soll.

    Den Randdämmstreifen würde ich natürlich größer wählen und auch gleich bei den OSB Platten anwenden um die Schwingungen nicht auf die Wande zu übertragen. Gewichtstechnisch sollten die OSB Platten ca. so schwer sein wie die Dielung und der Fußbodenaufbau wie in der Grafik wiegt ca. 15kg/m². Somit sollten die 50kg/m² locker eingehalten werden.

    Da ich absolut kein Fachmann (IT'ler ) bin nun meine Fragen zu dem ganzen Projekt:

    1. Passt der Aufbau im groben so?
    2. Mit "was" fütter ich die Balken am besten an?
    3. Sollten die OSB Platten schwimmen verlegt oder lieber mit den Balken verschraubt (SPAX Verlegeschraube) werden?
    4. Macht es einen Unterschied ob ich 1x 30mm OSB oder 1x 18mm + 1x 12mm im Versatz 90° gedreht verlege?
    5. Muss ich damit sich der neue Boden nicht durchbiegt eventuell mehr als 30mm OSB aufbauen?
    6. Kommt zwischen die OSB Platten und die Balken eine "Trittschalldämmung"?
    7. Das Schwingen der Decken kann man glaub nur mit Masse reduzieren. Gibt es was sinnvolleres als den "Bauschutt" der zwischen den Balken liegt und aufgrund der Gewichtsproblematik nicht zu schwer ist? Ansonsten würde ich den drin lassen.
    8. Wie verhindert man das nicht auch der neue Aufbau mit der Zeit absackt und es dann Probleme mit der Heizung geben kann?
    9. Gibt es einen Aufbau mit welchem sogar Fliesen im Bad gewichtstechnisch möglich wären? Ich habe nur herausgefunden das zwecks Rissvermeidung eine Schlüter Ditra Matte notwendig wäre?!?

    Falls ich noch essentiell notwendige Infos vergessen habe bitte einfach Bescheid geben. Ansonsten schonmal vorab vielen Dank für eure Unterstützung.

    Viele Grüße

    Robert

  • #2
    Hallo,

    fangen wir mal an:

    1. Bauschutt raus - sinnloses Gewicht.
    2.Wie du schon sagtes, die Balken alle auf eine Höhe bringen - Bretter an die Balken schrauben.30-40mm dick, wo später die Platten aufliegen.
    3. Die Zwischenräume mit Fermacellschüttung voll machen. Das Zeug ist leicht und dämmt ein wenig. Andernfalls Glas oder Steinwolle nehmen. Preise vergleichen.
    4. OSB Platten drauf, wie du schon richtig schriebst, erst 18mm und dann 12mm. Das reicht aus.natürlich verschrauben mit den Brettern an den Balken.
    5.Der Aufbau der Fussbodenheizung.

    Für Fliesen gibts andere Platten, Fermacellplatten , die werden schwimmend auf die Schüttung gelegt und verklebt. Da musst du die Balken dann nicht erhöhen.Das gleichst du mit der Schüttung aus.

    Viel Spaß.

    MfG
    Michael
    Zuletzt geändert von Thunderford; 12.09.2017, 18:51. Grund: Hatte das was überlesen und was hinzugefügt.

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    • #3
      Ja, was Thunderford schreibt klingt plausibel. Das wichtigste wäre mir auch, die alte Schüttung zu entfernen und die Zwischenräume zu dämmen. Ich würde hierzu aber als erstes alles entfernen - auch die Bretter von unten. So kannst Du von unten erste mal mit Folie abdichten und anschließend mit OSB-Platten eine gerade Decke schaffen. Dann rieselt später garantiert nichts von der Schüttung durch.

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      • #4
        Hallo zusammen,

        vielen Dank für eure Antworten und Anregungen. Die Bretter von unten kann ich leider nicht entfernen, da das EG vollständig bewohnt und vollständig renoviert ist. Desweiteren sind die meisten Räume im EG noch mit Zwischendecken abgehangen. Das Foto von den Brettern ist die Decke zwischen 1.OG und DG. Da haben wir den Putz aus Gewichtsgründen entfernt und werden jetzt eine Dämmung sowie Zwischendecke einziehen.
        Eine Frage bezüglich der Schüttung in den Zwischenräumen habe noch. Wenn ich den schwereren Bauschutt gegen leichtere Schüttung ersetze, schwingt die Decke beim gehen dann nicht mehr als vorher und ich habe somit mehr Gehschall? Der jetzige Schutt wiegt ca. 20kg pro m². Welche Schüttung wäre denn empfehlenswert? Wärmedämmung wäre mir eigentlich nicht so wichtig, da das EG vollständig und gut beheizt ist. Wichtiger wäre den Trittschall und die Schwingungen so gut wir möglich (mir ist bewusst das Holzbalkendecken immer schwingen) zu minimieren.

        Viele Grüße

        Robert

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        • #5
          Auch wenn die Räume unten und oben beheizt sind, ist eine Dämmung nicht verkehrt. Stell Dir vor, oben hast Du die gewünschte Temperatur erreicht und die Heizung dreht dort ab. Die Wärme im unteren Raum steigt jedoch zur Decke und heizt dort automatisch den oberen Raum weiter, obwohl der bereits die gewünschte Temperatur hat. nach oben wird also mehr Wärme als gewünscht abgegeben und unten heizt die Heizung weiter, um den "Verlust" auszugleichen.

          Schüttung... Na ja, ich bin nicht wirklich ein Freund davon. Sie hat zwar den Vorteil, dass sie sich jeder Unebenheit anpasst und die kleinste Ecke ausfüllt, aber musst Du vielleicht doch mal an die Decke, hast Du eine riesen Sauerei. Ich bin da eher für Dämmwolle.

          Beim Schwingen würde ich sogar sagen, dass eine schwere Decke mehr schwingt. Sind große Massen erst mal in Bewegung, bremsen sie nicht so schnell ab. Dein späterer Heizungsaufbau und die Trittschalldämmung sollte aber eine Menge schlucken.

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          • #6
            Zitat von Thunderford Beitrag anzeigen
            1. Bauschutt raus - sinnloses Gewicht.
            2.Wie du schon sagtes, die Balken alle auf eine Höhe bringen - Bretter an die Balken schrauben.30-40mm dick, wo später die Platten aufliegen.
            3. Die Zwischenräume mit Fermacellschüttung voll machen. Das Zeug ist leicht und dämmt ein wenig. Andernfalls Glas oder Steinwolle nehmen. Preise vergleichen.

            Für Fliesen gibts andere Platten, Fermacellplatten , die werden schwimmend auf die Schüttung gelegt und verklebt. Da musst du die Balken dann nicht erhöhen.Das gleichst du mit der Schüttung aus.l
            Da wäre ich vorsichtig: Die Schüttung in Holzbalkendecken ist kein "sinnloses Gewicht", sondern eine funktionierende Trittschalldämmung. Wenn man die gegen was Leichteres ersetzt, ist eine Verstärkung des Trittschalls vorprogrammiert.

            Zudem liegt die Schüttung auf nicht begehbaren Staken (kleinen Brettern), die keine zusätzliche Belastung vertragen. Wenn man also eine Ausgleichsschüttung auf den Staken ausbringt und darauf bspw. Fermacellplatten legt, kann die ganze Decke runterkommen. Richtig belastet werden dürfen bei Holzbalkendecken nur und ausschließlich die Balken und sonst gar nichts.

            Wenn man eine Holzbalkendecke sanieren oder gar Tipps dazu geben möchte, sollte man sich zuerst mal über den Aufbau derselben informieren. Da kann man nämlich ganz schön viel falsch machen.

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