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Gartenmauer für Schallschutz planen

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  • Gartenmauer für Schallschutz planen

    Hallo,

    Ich möchte mein zukaufendes Grundstück mit Haus und Garten von der nahen Landstraße schalltechnisch etwas entkoppeln. Deswegen möchte ich eine Mauer bauen (aus Gründen der Schalldämmung ziehe ich momentan eine Mauer einem Zaun vor).

    Dabei ist mir aber vieles noch nicht klar, ich habe auch noch nie eine Gartenmauer gebaut. Ich bin im ersten Entwurf relativ unbedarft mit einfacher Trigonometrie dran gegangen. Und habe rausbekommen wenn man Schallemissionen in Bodennähe von beiden Strassenseiten berücksichtigt, sollte die Mauer mindestens 205cm hoch sein.

    Mein aktuelles Verständnis ist, dass 180cm wohl genehmigungsfrei sind (?). Könnte ich theoretisch eine 180cm bauen, mir das Ergebnis anschauen und ggf. wenn ich höher bauen will, dann eine Genehmigung für eine 205cm Mauer einholen?

    Ich würde ein bestehendes Fundament einer bestehenden Mauer/Zaun nutzen wollen; relativ klein so 30cm Kieselbetonsteine mit nochmal 30cm Holzzaun obendrauf. Bin mir aber unsicher ob das alte Fundament der neuen Last wird standhalten können. Wie kann ich sowas rausfinden? Und wie kann ich beides aufeinander abstimmen?

    Meine erste Idee war es der Mauer einerseits eine gewisse Masse zu geben und einen Hohlraum im Inneren mit Sand zu füllen (Sand müsste besser im Absorbieren sein, als ein steifes Material).

    Im Baumarkt habe ich so 20cm breite Hohlsteine gefunden, die aussehen wie Klinker, und wo sich bei Versatzfugen 10x10cm grosse Schächte bilden. Mein Plan war diese Schächte mit Sand zu füllen.

    Vor der Wand wird dann auf der Seite zur Straße Efeu gepflanzt; Efeu soll wie ich an anderer Stelle gelesen habe durch Blattform und Blattausrichtung idealer Schallschlucker sein. Auf der anderen Straßenseite kommen nur 10km Wiesen. Da ist keiner der evtl reflektierenden Schall abbekommt.

    Mein Vorgehen war aber bisher rein Gefühl basiert und das ist unzufriedenstellend während es sich in das Thema einzulesen als etwas schwierig gestaltet.

    Ganz grundsätzlich schon allein die Frage, welche Parameter entscheidend sind damit Schall reflektiert oder absorbiert wird? Wie stellt es sich über das Frequenzspektrum von Auto und LKW Lärm da? Und welche Anteile sind dabei vielleicht störender als andere?

    Wie müsste man systematischer Vorgehen, um die Zielerreichung unter einer endlichen Menge von Material hier zu optimieren. Und das Ziel wäre eben möglichst wenig vom Straßenlärm auf dem Grundstück gestört zu werden.

    Hat jemand Tipps oder Empfehlungen wie man Vorgehen muss oder was bei sowas wichtig ist? Ich stehe ganz am Anfang meiner Planung und habe da auch keine Eile, will das nur richtig machen.




    Danke!

  • #2
    Zur maximalen Höhe, Abstand zur Grundstücksgrenze kann dir nur dein Bauamt was sagen, da kann jedes Land oder jeder kreis seine eigenes Süppchen kochen. Erlaubt ist normalerweise das, was die Nachbarn auch haben.

    Wie du die Hohlblocksteine füllst ist eigentlich egal, das wird am Ende nur einen minimalen Bruchteil an der Lärmminimierung haben, egal ob du das mit Dämmstoff, Sand oder Beton auffüllst. Wichtiger wäre zu wissen, was auf der anderen Strassenseite ist. Wenn da Häuser oder Mauern sind, die den Schall wieder zurück werfen ist das natürlich ungünstig. Dann müsstest du eine Mauer bauen, die den Schall "schlucken" kann. Das geht z.B. mit unregelmäßiger Maueroberfläche (Gabionen) oder mit Begrünung.

    Und zum konkreten Bau (Fundament, Baumaterial) kommen wir dann später ...

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    • #3
      Ein bepflanzter Erdwall ist da sicher ideal, braucht aber auch sehr viel Platz. Dafür ist er auch Teil des Gartens

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      • #4
        Ist denn überhaupt Platz für so einen Erdwall? Hat ja mehr Tiefe als eine bloße Mauer. An sich ist die Idee aber klasse, weil eben organischer für Look und Garten an sich.

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        • #5
          Um die Idee des Erdwalles aufzugreifen, aber platzsparender zu bauen:

          Stichwort "bewehrte Erde". Dabei werden Lagen von Geotextilien zwischen Bodenlagen gelegt, umgeklappt und eingebunden. Man kann damit sehr steil bauen und schnelles googlen nach "bewehrte Erde als Mauer" hat Ergebnisse gebracht, bei denen mit bewehrter Erde tatsächlich auch Mauern gebaut werden. Eben Erdwälle, aber mit sehr steiler Böschung und damit deutlich geringerer Aufstandsfläche. Ich find's interessant, aber es geht natürlich nur, wenn der Platz da ist.

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          • #6
            Hallo, erstmal vielen Dank für die Antworten. Ich habe eine Anfrage ans Bauamt gestellt, aber nach 10 Tagen noch keine Antwort bekommen.

            Garten en vor dem Haus bis zur Grundstücksgrenze sind 9.5m und 13.5m bis zur Straße.

            Ein kleiner Erdwall ist da auch schon (maximal 1m hoch). Ist ein Erdwall als Teil des Gartens den nicht oder anders genehmigungspflichtig? 4m hoch werde ich den auch nicht bauen dürfen, oder?

            Das mit der bewehrten Erde liest sich interessant. Das schaue ich mir auf jeden Fall weiter an.

            Gegenüber ist nichts was den Schall zurückwerfen könnte. Nur 10km Wiesen. Wenn ich eine Mauer baue, war schon auch der Plan die auf der Straßenseite mit Efeu zu bepflanzen.

            vielen Dank! Bin gespannt wie es weiter geht.

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