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Der Undercover Jig von Wolfcraft

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  • Der Undercover Jig von Wolfcraft

    Ich hatte schon länger damit geliebäugelt, mir einen besonderen Helfer für das verdeckte Schrauben zuzulegen. In den Videos auf youtube sahen die angebotenen Möglichkeiten gar nicht verkehrt aus. Es werden seitlich in die Bretter Sacklöcher gebohrt, in denen man dann die Schrauben einschrauben kann.

    Zwei Möglichkeiten kamen für mich in Betracht: Zum einen der Undercover Jig von Wolfcraft und der Kreg Jig. Den Undercover Jig konnte ich im Baumarkt schon beäugen, den teuren Kreg Jig nur im Netz. Bei einem Gespräch mit Ricc sagte er mir, dass man da vielleicht etwas machen könne.... und tatsächlich - irgendwann kam dann ohne weitere Ankündigung ein Paket bei mir an, in dem ich einen Undercover Jig fand. Super!

    Leider kam mir da ein familiärer Tiefschlag in die Quere und es war für längere Zeit erstmal nichts mit dem Ausprobieren. Das konnte ich dafür heute endlich nachholen. Alle Termine sind wegen 39°C im Schatten abgesagt. In der Werkstatt sind es dagegen kuschelige 22°C. Also nichts wie ab in die kühle Werkstatt und den Undercover Jig testen.



    Erstmal die Packung geöffnet, alles angesehen, Knöpfchen gedrückt und alles ordentlich "befummelt". Dann die Brille auf und die Bedienungsanleitung studieren. Aha, so geht das.






    Zuerst die Holzdicke messen (Dafür gibt es eine Skala auf der Seite des Undercover Jigs.)



    Dann den Undercover Jig auf die Holzstärke einstellen. Im Zweifel eine Nummer kleiner wählen.




    Nun wird der Bohrtiefenanschlag am Stufenbohrer montiert und eingestellt. Dazu wird der Bohrer soweit in die Bohrhülse des Jigs gesteckt, bis sich die Stufe des Bohrers auf der der Holzdicke entsprechenden Höhe der rückseitigen Skala befindet. Dann wird der Tiefenstopp mit dem beiliegenden Seckskantschlüssel angezogen. Wichtig ist es, die Einstellung danach noch einmal zu kontrollieren. Das habe ich nicht gemacht. Das Ergebnis war eine Schraubenspitze, die an der Seite etwas herauskam.

    Auf den Bildern in der Bedienungsanleitung hat der Undercover Jig noch einen Handgriff und einen wohl festen Anschlag. Die Bilder stammen wahrscheinlich von einem älteren Modell. Der Handgriff fehlt nun und der Anschlag ist vorne verstellbar angebracht.

    Mit diesem Anschlag wird nun der Undercover Jig in Position an der Brettkante gebracht. Zur Befestigung empfiehlt sich eine Einhandklemme. Das ich auf den Bildern eine Klemme von Wolfcraft benutzt habe ist Zufall. Davon habe ich zwei zum Spottpreis auf dem Flohmarkt gefunden und mitgenommen. So kommt eins zum anderen.

    Jetzt wird das erste Loch gebohrt. Das kann laut Anleitung mit dem Akkuschrauber oder einer Bohrmaschine durchgeführt werden. Der Akkuschrauber funktioniert, allerdings ist die Drehzahl recht niedrig und man muss entsprechend fest drücken. Mit der Bohrmaschine geht es einfacher. Nachdem alle Löcher gebohrt sind, sollte man die Fransen an den Löchern etwas mit feinem Schleifpapier abschleifen.



    Das Gegenbrett wird jetzt ebenfalls in Position gebracht und, ganz wichtig, ebenfalls mit Klemmen in der endgültigen Position gehalten. Nun kann die Schraube mit dem beiliegenden superlangen PZ-Bit angezogen werden. Die Schraube darf nicht zu lang sein, denn sonst kommt sie auf der Gegenseite wieder raus. Doch genau das wollen wir durch das verdeckte Schrauben ja nun vermeiden.

    Wolfcraft hat hier Spanplattenschrauben mit Pozi-Driv (PZ) -Antrieb beigelegt. Leider sind das Senkkopfschrauben, welche den Nachteil haben, dass das Massivholz durch die Keilwirkung des Senkkopfes und etwas stärkeres Anziehen der Schraube gespalten werden kann. Da es aber sowieso nur ein paar Schrauben sind, die der Packung beiliegen, sollte man sich für Massivholz mit Flachkopfschrauben mit PZ-Antrieb (z.B. Rückwandschrauben) eindecken. Die Länge richtet sich nach der jeweils verwendeten Holzstärke (siehe unten).

    Das Ergebnis fand ich für den ersten Versuch schon ziemlich brauchbar. Wenn man den Bohrtiefenanschlag etwas genauer einstellt als ich und die Schrauben in der Länge entsprechend der Materialstärke wählt, passt alles. Ein vorheriger Versuch ist aber angebracht.

    Zum Testen habe ich zum Schluss noch einen der beiliegenden Holzstöpsel in ein Schraubloch gesteckt und mit leichten Hammerschlägen versenkt. Das geht auch, war aber bei mir gar nicht notwendig, da man die Schraublöcher nach dem Einbau gar nicht mehr sieht. Dementsprechend seht mir nach, dass ich den Stöpsel nur grob mit den Beitel abgestochen habe.

    In den nächsten Tagen werde ich noch versuchen, Bretter auf Gehrung zu verschrauben, die ich für eine Fensterlaibung brauche. Ehrlich gesagt, freue ich mich schon auf die Verwendung des Undercover Jigs für diesen Zweck. Mal sehen, ob und wie es geht. Ich werde berichten.

    Erstes Fazit: Wenn man die passenden Schrauben verwendet und bei der Arbeit nicht schlampt, kommt man mit dem kleinen Gerät gut zurecht.
    Die Verbindungen sind ebenso stabil wie beim Schrauben von außen. Wichtig ist aber, dass man entsprechende Spannmöglichkeiten für die Bretter hat und eine Einhandklemme für den Jig benutzt. Schraubzwingen gehen auch, sind aber in diesem Fall viel zu unhandlich und es dauert gefühlt ewig, bis alles ausgerichtet ist. Ein Akkuschrauber reicht aus, eine Bohrmaschine geht besser. Ich weiß jetzt schon, dass das Teil bei mir in der Werkzeugkiste einen dauerhaften Platz findet. Die ausgefransten Seiten entstehen nur bei weichem Holz. Bei beschichteter Spanplatte oder bei Buchenholz franst es kaum aus.

    Die Schrauben sollten 4 mm Durchmesser haben. Die Schraubenlänge richtet sich nach der genauen Arbeit und wird von Wolfcraft mit 25 mm Schraubenlänge bei Holzstärken ab 12 mm angegeben, mit 30 mm ab 19 mm Holzstärke, mit 40 mm ab 27 mm Holzstärke und mit 60 mm Schraubenlänge ab 38 mm Holzstärke. Wird ohne Anschlag am Jig gearbeitet, sollte die Schraube entsprechend 5 mm länger sein.

    Im nächsten Beitrag kommen noch die fehlenden Bilder, die Beschränkung hat nicht alle hochladen lassen.

    Gruß
    Hein
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    Schaum und Silikon ersetzen Präzision.....

  • #2
    Hier noch die fehlenden Bilder:




    Ein Blick in die gebohrten Löcher.
    Die Fransen lassen sich wegschleifen, sie entstehen aber auch nur bei weichem Holz.




    Schrauben zu lang. Die Spitzen lassen sich gut mit einem Schleifstein entfernen.





    Die Buchendübel passen sehr stramm in die Löcher. In den meisten Fällen sind sie aber gar nicht notwendig.
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    • #3
      sehr interessant

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      • #4
        Ja, ich mag meines auch und werde es sicher regelmäßig nutzen.

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